Zwerggarnelen und Guppys

Du möchtest Zwerggarnelen und Guppys in deinem Becken halten? Vielleicht fragst du dich, ob das überhaupt eine gute Idee ist und ob sich die beiden Tierchen vertragen werden?

Ein Aquarium kann für viele verschiedene Bewohner ein Zuhause bieten. Die Auswahl an verschiedenen Tieren ist absolut riesig und vielfältig. Daher wird es wohl so sein, dass der normale Aquarienbesitzer nur eine winzige Auswahl an den verfügbaren Tierchen letzten Endes in seinem eigenen Aquarium halten wird. Dennoch gibt es einen Fisch, welcher sich in Deutschland wirklich durchgesetzt hat. Der kleine farbenfrohe Guppy.

Die Wasserwerte für Zwerggarnelen und Guppys

Bevor wir überhaupt darüber nachdenken können, zwei verschiedene Arten in einem Becken zu halten, müssen wir zwangsläufig über die Wasserwerte sprechen. Immerhin können die Anforderungen gerade bezüglich des Wassers doch sehr unterschiedlich sein. Sollten sich dann zwei genau gegensätzliche Anforderungen treffen, ist eine gemeinsame Haltung von vorne herein nicht zu empfehlen, da eine Art auf jeden Fall den Kürzeren ziehen wird.

Guppys sind Fische, welche härteres Wasser bevorzugen. Hier darf es ruhig eine Gesamthärte von 15 bis sogar 30 °dGH sein. Bei der Wassertemperatur fühlen Guppys sich zwischen 24 und 30 °C am wohlsten. Der PH-Wert des Wassers darf gerne zwischen 7,5 und 8 liegen. Diese Anforderungen machen den Guppy in vielen Teilen Deutschlands zu dem perfekten Aquariumbewohner, da wir hierzulande doch eher härteres Wasser aus unseren Wasserleitungen erhalten.

Nun kommen wir zu den Zwerggarnelen und müssen natürlich prüfen, welche Anforderungen hier an die Wasserwerte gestellt werden. Dazu muss man vorher wissen, dass die Zwerggarnelen in zwei verschiedene Arten unterteilt werden. Zum Einen haben wir die Caridina und zum Anderen die Neocaridina.

Bei den Caridina Zwerggarnelen haben wir leider im Vergleich zu den einfach zu haltenden Guppys absolut gegensätzliche Wasserwerte. Tatsächlich wird eine Gesamthärte von 3 bis 6 °dGH empfohlen. Der PH-Wert sollte zwischen 6 – 7 liegen und die Temperatur bei ca. 20 bis 25 °C. Somit müssen wir diese kleinen Garnelen leider von einer Vergesellschaftung mit Guppys direkt ausschließen, da einer von beiden nicht glücklich werden würde. Bei den empfindlichen Caridina-Zwerggarnelen sollten die Wasserwerte generell genau beachtet werden.

Die Neocaridina-Zwerggarnelen sind bei den Wasserwerten weniger anspruchsvoll. Tatsächlich ist es so, dass die Gesamthärte des Wassers zwischen 3 und 20 °dGH liegen kann. Ein PH-Wert von 6,5 bis 8 ist auch absolut in Ordnung für die Kleinen. Bei der Wassertemperatur fühlt man sich hier zwischen 20 bis 28 °C wohl. Aufgrund der wirklich absolut anspruchslosen Art der Neocaridina-Zwerggarnelen bezüglich der Wasserhärte, können diese oftmals mit Leitungswasser gehalten werden. Auch die Vergesellschaftung mit Guppys stellt an dieser Stelle absolut kein Problem dar.

Das Verhalten von Zwerggarnelen und Guppys

Nachdem wir nun herausgefunden haben, dass die Wasserwerte von Zwerggarnelen und Guppys miteinander vereinbar sind, geht man von Neocaridina-Zwerggarnelen aus, müssen wir uns nun über das Verhalten der beiden Arten Gedanken machen. Immerhin kann auch das zu einem Problem führen, welches uns im Nachhinein einige Sorgen bereiten könnte.

Guppys sind die idealen Fische für Anfänger. Sie sind oftmals mit Leitungswasser absolut zufrieden und generell ziemlich hart im nehmen. Anfängerfehler werden oftmals verziehen und dazu sind sie auch je nach Variante wunderschön in ihrer Farbenpracht. Das aktive Verhalten trägt dazu bei, dass in dem entsprechenden Aquarium immer etwas los ist. Ständig gibt es irgendwo Gewusel und die Tiere offene Art führt auch dazu, dass man sich sehr gerne im offenen Wasser dem Betrachter zeigt. Hinzu kommt die einfache Vermehrung von Guppys, da dieser nicht umsonst der „Millionenfisch“ genannt wird. Weibliche Guppys sind im Erwachsenenalter praktisch dauerhaft schwanger und man darf häufig neue Guppy-Babies nach dem Aufwachen am Morgen begrüßen.

Zwerggarnelen sind eher von der ruhigeren Sorte. Man streift gerne gemütlich auf der Suche nach Essen durch das Becken und erlaubt sich auch ein kurzes Schwimmerchen durch das offene Wasser. Stress möchte man eher vermeiden und auch sonst lieber eine ganz ruhige Kugel schieben. Auch Zwerggarnelen vermehren sich bei guten Voraussetzungen sehr schnell und können mit den Guppys durchaus mithalten. Die weiblichen Zwerggarnelen sind oft mit einem Haufen von Eiern an ihrem Unterleib zu beobachten.

Man kann sicher davon ausgehen, dass die Zwerggarnelen von ihrer Art her den Guppy als wohl etwas zu aktiv empfinden werden. Jedoch hatte ich diesbezüglich bisher keine Probleme feststellen können. Da Zwerggarnelen eher am Boden oder auf Hardscape sitzen, während Guppys lieber im oberen Teil des Aquariums schwimmen, geht man sich in aller Regel auch aus dem Weg.

Was jedoch die Guppy-Weibchen betrifft, sieht es etwas anders aus. Immerhin können die Damen wesentlich größer als ihre männlichen Artgenossen werden und haben besonders während der Schwangerschaft einen sehr großen Appetit. Hier musste ich bereits beobachten, dass die kleineren Zwerggarnelen sich lieber verstecken und sich unsicher zu fühlen scheinen. Auch konnte ich feststellen, dass die Guppy-Weibchen sehr kleine Jungtiere der Zwerggarnelen tatsächlich fressen. Immerhin ist der Größenunterschied an dieser Stelle doch enorm. Das hat bei mir dazu geführt, dass die teilweise komplette Population an Zwerggarnelen stagnierte. Natürlich hängt dies auch von der Anzahl an Guppys und der Einrichtung des Aquariums ab.

Meine Empfehlung

Wenn du Zwerggarnelen mit Guppys halten möchtest, ist das absolut möglich. Achte nur darauf, dass es sich um Neocaridina-Zwerggarnelen handelt, das Aquarium genügend Schutz für junge Zwerggarnelen bietet und eine zu starke Population von Guppys vermieden wird. Letzteres verringert den Stress bei Zwerggarnelen enorm und sorgt dafür, dass die Population nicht stagniert oder rückgängig ist, wenn ein paar Guppy-Weibchen hier und da ein Jungtier erwischen.

Ansonsten sind beide Arten für Anfänger absolut geeignet und wirklich schön anzusehen, sowie sehr leicht zu halten.

Übrigens: Prüfe am besten vor dem Einsetzen der Zwerggarnelen deinen Aquariumfilter. Dieser muss Garnelen-Sicher sein und darf Jungtiere nicht durch Öffnungen einsaugen könne.

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